Wer hat aus meinem Tellerchen gegessen (faustische Zeiten)

Zur Entstehung der großformatigen Zeichnung
 

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Endfassung   fertiggestellt am 25. Mai 2018





Wer hat aus meinem Tellerchen gegessen (faustische Zeiten)
Schwarze Kreide auf Papier
127,5 x 196,5 cm
2017/18




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Arbeitsblatt 1   August 2016


Faustische Zeiten
Schwarze Kreide auf Papier
29 x 44 cm
August 2016

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Arbeitsblatt 2   Oktober 2016


Wer hat aus meinem Tellerchen gegessen (faustische Zeiten)
Schwarze Kreide auf Papier
29 x 44 cm
Oktober 2016

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Arbeitsblatt 3   Oktober 2016


Wer hat aus meinem Tellerchen gegessen (faustische Zeiten)
Schwarze Kreide auf Papier
28,3 x 36 cm
Oktober 2016

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Arbeitsblatt 4   Januar 2017


Wer hat aus meinem Tellerchen gegessen (faustische Zeiten)
Schwarze Kreide auf Papier
33 × 46,5 cm
Januar 2017

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Er sitzt er zeichnet er denkt.
Ich laufe.


Hundertfünfundzwanzig Zentimeter auf hundertfünfundneunzig Zentimeter. Ein Zeichenbildroman wird es werden aber das denke nur ich die es nicht sehen darf die tut als sehe sie nichts.

Im Stillen im Dunkeln. Er zeichnet und zeichnet. Schwarztöne Grautöne helle und dunkle. Er löscht er radiert er denkt und zeichnet. Jeder Strich sitzt wirkt ausgeklügelt. Im Vorbeihuschen sehe ich die eigentlich nichts sieht. Weg ist der Strich der mir perfekt schien gestern der so heftig hervorstach aus dem Bild auf mich zukam so beeindruckend war. Ein riesiger Strich pechschwarz stechend aus dem Bild kam auf mich zu berührte mich heute ist er weg. Vorgestern das Gesicht auch das ist weg. Es wächst etwas im Teller es kommt was Neues ein Fressmichaufgewächs denke ich im Vorbeihuschen und bin bemüht nicht weiter zu denken. Das Bild ist nicht fertig also habe ich auch nichts dazu zu sagen gehe weiter drehe mich nicht um. Unser Teller der Suppenteller. Schwimmende Fettaugen. Wer löffelt den Teller aus wer die Suppe.

Allein will er sein in seinem Raum mit seinem Bild. Die Suppe löffelt er selber aus. Ich laufe laufe und denke an das Bild an dem er arbeitet er der Zeichner. An ihn denke ich und an das Bild. Er sitzt er zeichnet er denkt. Ich laufe. Nichts muss ich mir ausmalen ich weiß es einfach ich weiß Bescheid.

Ein Weiterdenker ist er einer der Denken gelernt hat lernend denkt Bilder ausdenkt nicht ohne Musik. Er singt nicht und spielt nicht auf der Flöte und nicht Klavier. Er hört er lauscht er spielt mit dem Kreidestift auf Papier Zeichentöne.

Gesichter Teller Wände Gestalten Wolken Türme Tag und Nacht. Nein keine Wolken diesmal nicht. Keine Überheblichkeit keine kreisenden Männer mit gut sitzenden Hüten. Beine auf dem Boden beide Beine. Flatternde Hosen ein Bein ist eingeknickt nicht amputiert. Die Titelgeschichte steht längst fest. Wer hat aus meinem Tellerchen gegessen erfahre ich heute überrascht weil vor dem Aufziehen des Bildes. Wolkenlos und einer fliegt durch die Lüfte. Menschen Menschen einfach Menschen halt. Und wer hat aus dem Tellerchen gegessen welches Gewächs wurde verspeist weggeputzt und was ist dabei zerbrochen.

Was alles man sich denken kann Freiheit zuallererst. Er verlangt nicht mehr als das. Sehen Schauen Denken Verstehen.

Fingerübungen am Abend. Finger strecken beugen Fingermüskelchen massieren. Jedes Kapitel von Hand gezeichnet nicht geschrieben doch ich kann es lesen. Er malt ein Bild ist ein Bildermacher ein Mann mit Bildern mein Bildermann. Bald werde ich das Bild sehen und mit ihm reden können ihm sagen dass ich im Bild lesen kann im Buch. Bildleserin bin ich geworden im Vorbeihuschen heimlich. Ich werde ihm sagen dass mir das Denken gut tut sein Denken tut gut. Er ist längst frei hat sich befreit von Zwängen. Es schwirrt nichts es ist so klar ist rein das Bild ist rein.

Selbstdenker sein selbst bleiben beim Betrachten eines Bildes. Geschichten sehend lesen. Berührende Geschichten von Menschen über Menschen die sind wie sie sind was aus ihnen geworden ist was sie mit sich machen lassen. Ob es ihnen gut geht den Menschen auf Papier gebannt. Menschen die es gibt lebend Gezeichnete.

Der Künstler mittlerweile geduldig geübt ist er und freundlich lächelnd bleibt er. Warum auch nicht er weiß Bescheid schließlich ist er Bildermacher Zündler.

Beide schweigen wir sind nicht angespannt. Die Musik ist laut wir schalten nicht ab sehen das Bild jetzt aufgezogen stehend. Es hat geklappt das Aufziehen kein Fältchen im Papier perfekt aufgezogen. Wir trinken und reden die Musik ist laut. Du und ich wir sind froh über das Bild das weiß ich schon heute. Ein gestandenes Bild das was zu sagen haben wird. Du lachst auch ich lache.

Das Bildroman. Eins. Komma. Zwei. Fünf. Mal. Eins. Komma. Neun. Fünf. Gleich. Zweikommafünf Quadratmeter Bild. Das hat der Digitalrechner übernommen. Ich mußte nichts denken nur richtig eingeben. Digital halt.

Wer hat aus meinem Tellerchen gegessen. Es ist doch so einfach es ist doch so leicht. Mach mit komm leg was auf den Teller. Wir wollen speisen gut speisen und trinken.
Leg auf leg Musik auf.







 






























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Ausschnitte aus einem Text
von Dorothea Ernst,
entstanden 2017/2018

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Endfassung   Arbeitsphasen

Entwicklungsphase 2 total, kontrastreduziert

 

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Endfassung   Stand 12. Mai 2018









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UWE ERNST ZEICHNUNGEN
Hintergrundbild: Kreidefleck